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11.04.2017
Mit „ups and downs“ zum zweiten Platz im Europa- und Slalomweltcup: Der Rückblick auf eine erfolgreiche Saison 2016/17

Gegen Ende der Aufbautrainings und nach mehreren Trainingslagern im In- und Ausland steigerten sich die Erwartungen und die Motivation für den Rennwinter.
Ich bekam auch früh die Gelegenheit zu zeigen, dass sich das Sommertraining gelohnt hat: Beim Prämierenrennen des Europacups im holländischen Landgraaf gelang mir mit Rang drei im Slalom ein ordentlicher Saisoneinstand. Nach diesem einzigen Kräftemessen im November wurde am 9. Dezember erstmals um Weltcuppunkte gekämpft. Ein vierter, ein fünfter und ein siebenter Rang spiegelten zwar nicht ganz meine damalige Form wieder, waren aber dennoch ein solider Auftakt in Kühtai.

Nur wenige Tage später ging das Kräftemessen im Weltcup in St. Moritz weiter. Neben guten Leistungen in den Riesentorläufen markierte ein zweiter Gesamtrang im Slalom mein persönliches Highlight!
Mit diesen Erfolgen im Gepäck ging es in eine kurze Weihnachtspause, die weitere Trainingsmaßnahmen in der Schiregion Dachstein-West beinhalteten.
Die Weltcuprennen in Innerkrems brachten zufriedenstellende Resultate, zumal ich mich dabei unter anderem mit den Speed-Spezialisten im Super-G und in der Superkombination maß. Bei der letzten Weltcupstation vor der WM in Tarvisio ließ ich mit zwei zweiten Plätzen im Slalom aufhorchen. Dieses Ergebnis in Kranjska Gora stimmte mich sehr optimistisch für die Weltmeisterschaften!
Aber wie es nun einmal so ist im Leben eines Leistungssportlers, gelingt es nicht immer, an „Tag X“ sein volles Leistungsvermögen auszuschöpfen. Beim Saisonhöhepunkt in Tarvisio lief es also leider nicht ganz so rund und mein bestes Ergebnis war Platz sieben in der Superkombination. Vor allem in meiner Spezialdisziplin, dem Slalom, waren die Erwartungen deutlich höher als ein achter Rang. Dass es sich bezahlt macht, solche Wettkämpfe abzuhaken und nach vorne zu blicken, konnte ich mir bei weiteren Europacuprennen in Kranjska Gora beweisen. Mit einem zweiten und einem dritten Gesamtrang im Riesentorlauf war das Selbstvertrauen zurück!
Die Leistungskurve zeigte weiter steil nach oben und mit einem Doppelsieg bei den Nachtslaloms in Zagreb setzte ich meine erfolgreiche Rennserie fort.

Eine spannende Erfahrung war das Weltcupfinale in Pyeongchang. Das Besondere dabei: Diese Rennen wurden zudem als Testwettkämpfe für die Paralympic Games 2018 ausgetragen. Somit galt es nicht nur, ein gutes Ergebnis einzufahren, sondern sich auch den Hang ganz genau anzuschauen und sich mit ihm „anzufreunden“. Es gelang mir, beide Vorhaben umzusetzen und mit einem tollen dritten Platz fixierte ich den zweiten Gesamtrang im Slalomweltcup!

Als letztes nationales Rennen der Saison standen die Staatsmeisterschaften in Hinterstoder am Programm. Auf diesen Wettkampf blicke ich mit gemischten Gefühlten zurück, da ich mich einerseits sehr über meinen Meistertitel im Riesentorlauf freue, andererseits durch einen Ausfall im Slalom die zweite Goldmedaille verschenkte.

Nerven bewies ich dann noch einmal beim großen Europacupfinale in Veysonnaz. Nach zwei suboptimalen Rennen kam es auf ein gültiges Ergebnis im Slalom an, um den zweiten Platz in der Gesamtwertung zu verteidigen. Beim Herzschlagfinale spielte ich meine Qualitäten aus und sicherte mir mit zwei wohl dosierten Läufen die Silbermedaille im Europacup der Saison 2016/17!

Bevor das Sommertraining und somit der Aufbau für den nächsten Rennwinter beginnt, stehen nun einige Wochen der „aktiven Erholung“ am Programm. Für mich heißt das, dass ich meine Schier vorerst in die Ecke stelle und mich in anderen Sportarten auspowere. Außerdem werde ich auf meiner Dienststelle beim Zoll in Hollabrunn meinen Pflichten nachgehen. Aber die schönste Belohnung nach einer gelungenen Rennsaison ist es, nach einigen Monaten des Reisens wieder mehr Zeit mit meiner Familie und meiner Freundin verbringen zu können!



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